Category Archives: Kuratoren

Die Kuratoren

Marjolaine Lévy

Lebt und arbeitet in Paris.

Marjolaine Lévy ist Doktorin der Kunstgeschichte der Université Paris-Sorbonne (Paris IV) und Professorin der Kunst- und Grafikdesigngeschichte und –theorie an der École Européenne Supérieure d’Art de Bretagne (Rennes). Sie hat zahlreiche Studien zu zeitgenössischen Künstler_innen verfasst, darunter Simon Starling, Martin Boyce, Lucy Williams, Wade Guyton, Jorge Pardo, Stefan Brüggemann oder Farah Atassi. Sie veröffentlicht regelmäßig in den Cahiers du Musée national d’art moderne.

Sie hat kürzlich eine Publikation zum Revival der Moderne unter dem Titel Les Modernologues (Mamco, Genf) veröffentlicht, sowie die Ausstellungskataloge Hétérotopies: Des avant-gardes dans l’art contemporain (Musée d’art moderne et contemporain in Strasbourg), Laëtitia Badaut Haussmann: La politesse de Wassermann (Maison Alvar Aalto) und Lettres à Marianne Brandt (Galerie My Monkey, Nancy). Sie kuratierte vor Kurzem die Ausstellung Re-Corbusier in der Fondation Le Corbusier (Paris) und gibt aktuell eine Publikation zur französischen Kunstszene von den 1990er-Jahren bis heute heraus (Flammarion).

Fabienne Bideaud

Lebt und arbeitet in Paris

Fabienne Bideaud ist Kunsthistorikerin und Mitglied von AICA (Association Internationale des Critiques d’Art) und der CEA (Commissaires d’Exposition Associés). Seit 2010 arbeitet sie als freie Kuratorin und Kunstkritikerin und seit 2016 lehrt sie an der Ecole d’art de Beauvaisis. Bideaud hat an der Sorbonne in Paris und an der Université Pierre Mendès France in Grenoble studiert.

Zwischen 2008 und 2010 war Bideaud als kuratorische Assistentin bei der 11. Schweizerischen Plastikausstellung „Utopics“ in Biel tätig. Seit 2010 hat sie Ausstellungen wie La vérité des apparences, Mètre Carré und Le champ de dispersion in Paris, Smoking Up Ambition ! in Genf oder Ready for fatality ? in Berlin kuratiert. Zurzeit arbeitet sie an einer Ausstellung in den Karlin Studios in Prag und wird im Sommersemester einen Kurs zur Geschichte des Ausstellens und Kuratierens abhalten.

Zudem nahm Bideaud 2011 an der Residenz Gwangju Biennale Curator Course unter der Leitung von Ute Meta Bauer in Südkorea teil und führte im Rahmen verschiedener Residenzen und Projekte Künstlerrecherchen in Frankreich, England, Ungarn, der Schweiz und in Schweden durch. Unter anderem auch im Rahmen der 2013 vom Institut français organisierten Residenz in der Meetfactory in Prag.

Im Jahr 2013 hat Jeanne-Salomé Rochat ein Interview mit der Kuratorin geführt, das hier nachzulesen ist.

Jean-Christophe Arcos

Lebt und arbeitet in Paris

Jean-Christophe Arcos arbeitet als Kunstkritiker und freier Kurator in Paris, er ist Mitglied von AICA (Association Internationale des Critiques d’Art) und der CEA (Commissaires d’Exposition Associés). Bis 2014 war er als Kurator bei der Stadt Paris im 11. Arrondissement (Popincourt) tätig und hat nebenbei an der Cité Internationale des Arts die Veranstaltungsreihe „Cinéma de la Nouvelle Lune“ initiiert. Er war zudem Gastkurator bei Jeunes Création, der Biennale von Belleville und dem DoDisturb-Festival im Palais de Tokyo.

Seine Texte sind in Ausstellungskatalogen von Simon Pfeffel, Marc Illing oder Claire Dantzer, in den Zeitschriften Manuel oder Dorade und in der von Marion Zilio eingeführten Rubrik „Pratiques Critiques“ der Zeitschrift Point Contemporain erschienen. Außerdem gab es im Rahmen der Forschungsprogramme  „Documents d’artistes“  und „Public Pool“ von FRAC Nord Pas de Calais Veröffentlichungen, die Arcos Forschungsarbeit zu Formen des Zeitgenössischen und zur  Ideengeschichte ergänzen.

In seinen Untersuchungen von Rahmen und ihren Bedingungen interessieren ihn vor allem die Verbindungen zwischen dem Ausstellungsrahmen und den Objekten, die sowohl erweiternd als auch einschränkend wirken können. 2012 hat Arcos einen Theoriezyklus über die Aktualisierung des Modernismus – und insbesondere den Beitrag vom Bauhaus – in seiner ästhetischen wie politischen Bedeutung begonnen.

Bild: © Wolfgang Kleber

Diane Turquety

Mit der Unterstützung durch das Programm Jeunes Commissaires arbeitet Diane Turquety, gemeinsam mit dem Kurator Pierre Bal-Blanc, als Koordinatorin von marco14 et CIAM4 / Naufrage avec spectateur, ein Projekt von Rainer Oldendorf  für die documenta. Kunsthistorikerin und Spezialistin für afro-amerikanische Kunst, interessiert sie sich für die kulturellen und postkolonialen Herausforderungen unserer Zeit. Sie nahm an mehreren Ausstellungen teil wie beispielsweise Color Line. Les artistes africains-américains et la ségrégation (2016/17, musée du quai Branly, Paris) ; Leiris & Co. (2015, Centre Pompidou-Metz) ; La Passion selon Carol Rama (2014, MACBA, Barcelone/2015, MAMVP, Paris).

marco14 et CIAM4 / Naufrage avec spectateur wird vom 4. internationalen Kongress moderner Architektur (in Französisch CIAM) inspiriert, der  1933 auf einer Kreuzfahrt zwischen Marseille und Athen stattfand. Es handelt sich um eine “Situation“ – zugleich Ausstellung und Seminar für Dreharbeit, die  zwischen Athen und Kassel stattfindet.

Nina d’Hostel hat mit Diane Turquety über das Projekt gesprochen.

Sophie Lapalu

Geboren 1985
Lebt und arbeitet in Paris

Die Kunstkritikerin und Kuratorin Sophie Lapalu erwarb ihre Studienabschlüsse an der Ecole du Louvre in Paris und der Ecole du Magasin in Grenoble. Derzeit beendet sie ihre Promotion an der Universität Paris 8, wo sie ebenfalls lehrt. Zuvor war sie drei Jahre als Koordinatorin der Ausstellungsfläche YGREC der ENSAPC (Ecole Nationale Supérieure d’Arts Paris –Cergy) tätig. Sie ist Redaktionsmitglied der Zeitschrift Marges, Korrespondentin für * DUUU-Radio, veröffentlicht regelmäßig im Quotidien de l’art und organisiert Performances, die als Ausstellungsform begriffen werden können.

Stefanie Unternährer

Geboren 1989
Lebt und arbeitet in Essen und Berlin

Stefanie Unternährer arbeitet als kuratorische Assistentin im Museum Folkwang in Essen mit der Unterstützung des Programms Jeunes Commissaires des Institut francais für das Ausstellungsprojekt „Dancing with Myself. Selbstporträt und Selbsterfindung. Werke aus der Pinault Collection“, das vom 7. Oktober 2016 bis zum 15 Januar 2017 in Essen gezeigt wird.

Im Rahmen Ihres Bachelorstudiums der Philosophie und Kunstgeschichte an der Freien Universität in Berlin war sie Tutorin für die Lehrveranstaltung “Schule des Sehens. Geschichte der Kunst im Wandel ihrer Funktionen“ in 2011 und 2012. Nach einem ersten Praktikum an der Galerie Roger Tator, Lyon in 2011 für die Ausstellung „Lyon 2011: je passe/j’habite/je vis“ des Künstlerkollektivs FocAr Group im Rahmenprogramm der 11. Lyon Biennale für Zeitgenössische Kunst, folgt 2012 ein Praktikum im Büro für Bildende Künste des Institut francais Deutschland und das Forschungsprojekt „Artistes francais plasticiens de Berlin de 1991 à 2013“ von Michel Stiernon, das sie kurz in 2013 als Assistentin betreut. Zwischen 2013 und 2015 arbeitet sie am Büro für Bildende Künste des Institut fancais Deutschland, wo sie zur Organisation und Koordinierung der verschiedenen Projekte beiträgt.

Mathilde de Croix

Geboren 1990

Lebt und arbeitet in Paris

Mathilde de Croix, die einen Forschungs- und einen berufsorientierten Master an der Universität Paris Sorbonne im Fachgebiet Zeitgenössische Kunst absolviert hat, arbeitet zurzeit als Forschungsbeauftragte an mehreren Projekten mit Camille Morineau zusammen. Darunter die Ausstellung „Climats artificiels“, die in der EDF-Stiftung ab Oktober 2015 stattfinden wird. Im Rahmen der internationalen Design Biennale in Saint-Étienne (2015) unterstützte sie Florence Ostende und Jean-Luc Moulène, Kuratoren der Ausstellung „Le Rolling Club“ im Plateau (Lyon). Sie arbeitete ebenfalls mit Michel Gauthier an der Vorbereitung der sechsten Ausgabe des Festivals „Air de Jeu“ im Centre Pompidou.

Zurzeit bereitet sie die Veröffentlichung von Rémy Zauggs Schriftstücke vor, unter der Leitung von Eva Schmidt, die im „Presses du réel“ erscheinen werden. Vor kurzem veröffentlichte sie einen Artikel über Marie Cool Fabio Balducci (Les cahiers du Mnam,  n° 130).

Im Rahmen des Jeunes Commissaires Programms, wird sie im Kunstverein Hannover verschiedene Projekte entwickeln. Sie hat „Open Studio“ (2015) und die Austellung von Eleonore False „Open Room, om-thé-tue-eint-agit“ im Kunstverein Hannover (2016) veranstaltet. 

Mélanie Mermod

Geboren 1979
Lebt in Paris

Mélanie Mermot hat ein Diplom in Kunstgeschichte an der Universität Lausanne (Schweiz) absolviert. Sie ist heute Kuratorin und Forscherin in Paris.

Neben ihrer Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Centre Pompidou, im Centre Pompidou-Metz oder in der Generali Stiftung Wien hat Mélanie Mermod ihre eigenen kuratorischen Projekte entwickelt, wie zum Beispiel The Experimental Workshop / Jikken kōbō (Bétonsalon, Paris, 2011), APN Research あぷん (Kunsthalle Bern, 2012) ou 41° au-delà de la raison (ENSBA, Résonance Biennale de Lyon, 2013).

Mit der Unterstützung von Jeunes Commissaires hat Mélanie Mermod am Young Curators Workshop, das im Rahmen der 8. Berlin Biennale organisiert wurde, teilgenommen.

Barbara Sirieix

Geboren 1983
Lebt und arbeitet in Paris

Barbara Sirieix arbeitet als Kunstkritikerin und unabhängige Kuratorin. Sie absolvierte  ein Magister in Kunstgeschichte (Universität Paris I – Panthéon Sorbonne) und ein Master im Bereich Künste und Sprachen (EHESS). Im Jahr 2008 begründete sie die Struktur Red Shoes mit, die sie 2008 bis 2012 leitete.

Sie interessiert sich für prozessorientierte Ausstellungsformate aber auch für kritische und poetische fiktionale Schriften, wie ihre jüngsten kuratorischen Projekte I’ve lost my marbles, Tòtal Project Space, Athen und La référence d’objet n’est pas définie à une instance d’objet, Galerie Edouard Manet, Gennevilliers (Frankreich) bezeugen.

Sie ist diesem Sommer in die Residenz von „La Galerie“, Kunstverein in Noisy-le-Sec eingeladen, um im Rahmen eines Ausstellungsprojektes, das im ODD in Bukarest im April und im Mai wie auch in der Schleifmühlgasse 12-14 in Wien im Dezember 2015 präsentiert wird.

Mit der Unterstützung von Jeunes Commissaires hat Barbara Sirieix am Young Curators Workshop, das im Rahmen der 8. Berlin Biennale organisiert wurde, teilgenommen.

Florence Ostende

Geboren 1983

Als Kuratorin, Kunsthistorikerin und Schriftstellerin forscht Florence Ostende zur Geschichte künstlerischer Praktiken der Ausstellung. Im Herbst 2014 erscheint hierzu ein Buch bei Presses du Réel. Aktuell kuratiert sie für das Forschungsprojekt The Exhibition Machine in New York (The Artist’s Institute, The Drawing Center, The Graduate Center, CUNY, New Museum) eine Ausstellung mit Werken der Künstler Franz Erhard Walther, Pierre Huyghe, dem Museum of Jurassic Technology und dem Museum of American Art. Sie ist Assistenzkuratorin des Dallas Contemporary und unterrichtet an der HEAD – Haute Ecole d’Art et de Design in Genf. Zu ihren bisherigen Ausstellungen als Kuratorin gehören unter anderem Wesley Meuris (Galerie Jérôme Poggi), Dallas Biennale (Texas), L’Institut des Archives Sauvages (Villa Arson) sowie Prendre la porte et faire le mur (Frac PACA).

Bild: © Lola Reboud

Agnès Violeau

Geboren 1976
Lebt in Paris

Agnès Violeau, unabhängige Kuratorin und Kunstkritikerin, ist Mitglied der Kuratorenvereine IKT und c-e-a. Sie leitete den konzeptuellen Raum „Site Odeon5“ und war für das Kunst-Programm des „Point Ephémère“ in Paris zuständig. Sie ist Mitbegründerin der Kunst- und Literaturzeitschrift J’aime beaucoup ce que vous faites, welche den Performance Zyklus Fiction_ Lectures Performées in der „Fondation Ricard“ initiierte. Zurzeit nimmt Agnès Violeau am Performance Programm des „Espace culturel Louis Vuitton“ in Paris teil, schreibt für Vogue Digital, unterrichtet Museology und arbeitet an einer Publikation zum Thema Kuratieren als raümliches „Schreiben“ als eines Ansatzes der Kunstkritik.

Sie kuratierte u.a. die folgenden Ausstellungen: La part du blanc – Nemours, Opalka, Parmiggiani (2001, Paris), Extra-light – Armleder, Verjux, Violette (2008, Point Ephémère, Paris), Signs of Life (2012, Nuit Blanche, Montréal), Experienz – performing art platform (2012, Wiels, Bruxelles) sowie Des choses en moins, des choses en plus : les collections protocolaires du CNAP (2014, Palais de Tokyo, Paris).

Céline Poulin

Geboren 1978

Céline Poulin arbeitet seit 2004 als unabhängige Kuratorin und ist seit Juni 2010 für das Programm „Hors les murs“ des Parc Saint Léger zuständig. Dort verantwortete sie verschiedene Projekte wie zum Beispiel „Traucum” (2014), „Minusubliminus“ (2011) in Zusammenarbeit mit dem Museum Loire in Cosne-Cours-sur-Loire) sowie „Triangulation“ (2013) von Alejandro Cesarco in Kooperation mit dem Frac Bourgogne und dem Centre culturel de rencontre von Charité sur Loire.
In ihren Projekten experimentiert Céline Poulin vermittels verschiedener Arbeitsprozesse zu den Themen Bild, Wunsch und Wissen. Durch einen reflexiven  Ansatz befragt sie das Display und die Zusammenarbeit, die jedem Projekt zugrunde liegen.
2013 organisierte sie das Programm „Brigadoon“ in Clermont-Ferrand und im Jahr 2009 und 2010 „Les belles images“ in der Box (Bourges). Innerhalb des von von ihr mitgegründeten Kollektivs le Bureau/ forscht Céline Poulin zur kuratorischen Praxis und initiierte zahlreiche Ausstellungen in unterschiedlichen Strukturen: Darunter La Villa du Parc (Annemasse) in Zusammenarbeit mit dem Mamco, Casino (Luxembourg), Galerie Klemm’s (Berlin), La Synagogue (Delme) sowie Les Laboratoires d’Aubervilliers in Kooperation mit dem Fond National d’Art Contemporain oder in Zusammenarbeit mit dem Institut français („In Extenso – Erweitert | Public Space“, DAZ (Berlin), „Uchronie, des récits de collections“ (Klatovy, Prag) und in Arc-et-Senans in Zusammenarbeit mit  Frac Franche-Comté).
Ihre Arbeiten hält Céline Poulin in Veröffentlichungen fest: www.brigadoon.me (2014), „Micro-séminaire“, édition Parc Saint Léger (2013), „Stellatopia“, édition Parc Saint Léger (2012), „Mecca Nouement“, édition du Crédac (2011), www.lesbellesimages.net (2010), „Un plan simple“, édition B42 (2010) „Mecca Formes souterraines, une géométrie organique“, édition du Crédac (2009).
Céline Poulin ist Mitglied des Verwaltungsrats des Kuratorenvereins c-e-a und der IKT (International Association of Curators of Contemporary Art).

Marc Bembekoff

Geboren 1978
Lebt in Vienne (Frankreich)

Marc Bembekoff ist zurzeit Direktor des Centre d’Art Contemporain La Halle des bouchers in Vienne (Frankreich). Er absolvierte ein Studium der Geschichte und Ästhetik des Films sowie der Kunstgeschichte. Im Jahr 2004 hat er das Kollektiv Le Bureau/ mitgegründet, das bereits eine Vielzahl an Projekten in Frankreich und Europa realisiert hat. An den Institutionen Frac Champagne-Ardenne, musée Rodin und  Palais de Tokyo war er als Kurator tätig. Als unabhängiger Kurator organisierte er die Ausstellungen Du monde clos à l’univers infini (Le Quartier, Quimper, 2012), The Mystery Spot  (Fondation Ricard, Paris, 2012), und Sletto & Corso (mit Julien Fronsacq, 20. Kunstbiennale in Sélestat). Marc Bembekoffs Textbeiträge wurden in verschiedenen Monografien (Damir Očko, Henrique Oliveira, Bettina Samson, Nicolas Boulard) und Ausstellungskatalogen (musée Rodin, Freud Museum, Palais de Tokyo, Centre Pompidou-Metz, etc.) veröffentlicht. Für die 56. Biennale Venedig kuratiert Marc Bembekoff den kroatischen Pavillon, der von Damir Očko vertreten wird.

Bild: © Jim Lahey

Marlène Perronet

Geboren 1978 in Toulouse
Lebt in Wien

Marlène Perronet absolvierte ein Magisterstudium im Bereich moderne Literatur im Jahr 2004 an der Universität Paris 3 und ein Masterstudium in bildender Kunst im Jahr 2006 an der ENSA-Cergy.
2009 nahm Sie an der achtzehnten Sitzung der École du Magasin in Grenoble teil, um ein Jahr später an dem vom armenischen Büro AICA (International Association of Art Critics) in Eriwan organisierten Summer Seminar for Curators beizuwohnen.
Sie hat verschiedene Projekte in Frankreich, in Deutschland und in Russland koordiniert und organisiert, bevor sie sich 2011 der deutsch-französischen Organisation Fugitif (Leipzig) anschloss.
Im Jahr 2013 war sie Residentin in der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart.

Ein Interview mit Marlène Perronet gibt es hier.

Karima Boudou

Geboren 1987 in Ganges
Lebt in Amsterdam (Niederlande)

Die Kunsthistorikerin Karima Boudou arbeitet derzeit als unabhängige Kuratorin. Sie studierte Kunstgeschichte  und Philosophie, und folgte das De Appel Curatorial Program in Amsterdam. 2011 war sie Mitbegründerin des unabhängigen Kuratoren-Kollektivs DIS/PARERE. Sie initiierte kürzlich die Struktur AGENCE, die Projekte zu den Themen Wirtschaft und Autorschaft entwickelt. In diesem Zusammenhang veröffentlichte Sie das Buch 1907: A Centenary Cookbook von Donelle Woolford (2014). Außerdem leitet Karima Boudou unabhängige Forschungs- und Ausstellungsprojekte in  Marokko und Frankreich. Für die Marrakech Biennale 2014 organisierte Sie eine Ausstellung von Donelle Woolford. Momentan arbeitet Sie an der Einzelausstellung What´s The Name Of This Nation (WTNOTN) mit dem Künstler Soufiane Ababri und an der ersten Ausgabe der Zeitschrift WTNOTN , die im Herbst 2015 in Le Cube à Rabat veröffentlicht wird.

Ausserdem schreibt Karima Boudou für das Magazin Contemporary And bei und leitet unabhängige Forschungsprojekte in Marokko. Zuletzt kuratierte sie eine Einzelausstellung von Donnelle Woolford, die im Rahmen der Marrakech Biennale 2014 präsentiert wurde.

Sie kuratierte u.a. die folgenden Ausstellungen: À la recherche de l’exposition présente (2012, Frac Bretagne, Rennes), Bourgeois Leftovers (2013, de Appel Arts Centre), Ce lieu n’est pas la maison de Descartes (2013, Institut Français des Pays-­Bas, Amsterdam), Le Signe Route (2013, L’appartement 22, Rabat), Performer, Artisan, Narrator (Donelle Woolford, 2014, Biennale de Marrakech, Marrakech), You can delete any comment that you create (2014, InBetween, Bruxelles), A SPACE IS A SPACE IS A SPACE (Sept. 2015, DAZ Deutsches Architektur Zentrum DAZ, Berlin)

Was definiert für Dich die heutige Rolle des Kurators – oder welche Missverständnisse existieren um den glorifizierten Titel und die Figur des „Kurators“?
Es ist eine Rolle die sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr behauptet hat, immer mehr an Bedeutung gewann und in den Medien verbreitet wurde. Meiner Ansicht nach bleiben die Aufgaben dieselben wie die der traditionellen und historischen Kuratoren, mit dem Unterschied, dass die Kunstgeschichte ihren Weg ging und wir heute mit Künstlern arbeiten, von denen manche die Vorstellungen von Subjektivität und Authentizität hinterfragen. Indem unser Erbe und unserer Wertesystemen in der zeitgenössischen Kunst in Frage gestellt wird, werden die Dinge komplexer und eine Interpretation erschwert.

An welchem Projekt arbeitest Du gerade / bist Du gerade beteiligt?
Derzeit arbeite ich als Kuratorin im L’appartement 22, einem zeitgenössischen Kunstraum in Rabat, Marokko. Begonnen habe ich mit einer Einzelausstellung von Fadma Kaddouri, die ihre, seit mehreren Jahren durchgeführten, verschiedenen Untersuchungen über den marokkanischen Schriftsteller Mohamed Choukri vorstellt. Mit der Künstlerin Judith Deschamps und dem Kurator Manuel Ramirez bereiten wir eine Publikation vor, die der Performance „A la recherche de l’exposition présente“ der Künstlerin Judith Deschamps an der Frac Bretagne Ende 2012 folgt. Außerdem bereite ich eine monographische Ausstellung der Künstlerin Donelle Woolford für die Biennale von Marrakech in Marokko vor. Ich entdeckte diese Künstlerin, als ich an der Universität von Philosophie in Nanterre war. Ich hatte sie in die Maison Descartes in Amsterdam eingeladen um ihre falschen historischen Gemälde auszustellen, die sie ihre „kubistischen Gemälde“ nennt.

Das vollständige Interview mit Karima Boudou

Jeanne Dreyfus Daboussy

Geboren 1986
Lebt in Paris

Jeanne Dreyfus Daboussy ist Kuratorin, Autorin und Filmemacherin. Sie studierte Kunstgeschichte und hat einen Master der École du Louvre, Paris in Museologie sowie einen Master in Zeitgenössischer Kunstgeschichte der Université Paris IV – Sorbonne, Paris. Seit 2008 arbeitet sie für mehrere Galerien, ist aber auch an künstlerischen Institutionen wie dem Centre Pompidou und dem Palais de Tokyo tätig. Desweiteren war sie an zahlreichen Publikationen beteiligt.

Was definiert für Dich die heutige Rolle des Kurators – oder welche Missverständnisse existieren um den glorifizierten Titel und die Figur des „Kurators“?
Die zeitgenössische Mythologie über den „Kurator-Autor“ ist ziemlich zerbrechlichen und neigt zu Ausschweifungen. Relativiert die Tatsache, dass die Texte über die Figur des Super-Kurators, von Theoretiker stammen, die selbst aus der Kunstwelt kommen, nicht seine Bedeutung? Die Anwesenheit von Kuratoren als Vermittler von Kunst ist sehr wichtig, seine Praxis allerdings, sei sie noch so legitim und tiefgründig, zu einer eigenen Kunst zu erheben, erscheint mir unverhältnismäßig. Die kuratorische Arbeit bleibt die eines Kunsthistorikers und eines Lehrers.

An welchem Projekt arbeitest Du gerade / bist Du gerade beteiligt?
Augenblicklich arbeite ich an einem Projekt, das nichts mit dem Kuratieren zu tun hat: eine Dokumentation über den belgischen Künstler Marcel Broodthaers.

Das vollständige Interview mit Jeanne Dreyfus Daboussy

Arlène Berceliot Courtin

Geboren 1982 in Rennes
Lebt in Paris

Arlène Berceliot Courtin hat ein Diplom in Kunst und Kunstgeschichte der Universität 1-Panthéon Sorbonne in Paris. Nachdem sie in verschiedenen Pariser Galerien gearbeitet hat, übernahm sie von 2009 bis 2011 die Leitung und Programmplanung der Galerie Dohyang Lee. Heute arbeitet sie als unabhängige Kuratorin und seit Anfang dieses Jahres mit Air de Paris. 2013 wurde sie eingeladen ein einjähriges kuratorisches Projekt für das artist run space Moins Un in Paris zu organisieren. Seit 2011 programmiert sie Ausstellungen im Centre d’art Salle de Bains in Lyon und in der PSM Gallery Berlin im Rahmen des Galerienaustauschs Berlin Paris. Sie organisierte ebenfalls  Filmvorführungen und Konferenzen in den Laboratoires d’Aubervilliers und am Centre Photographique d’Île de France in Pontault-Combault. Sie schreibt und rezensiert in Magazinen für zeitgenössische Kunst wie Zérodeux, Slash Magazine und Code 2.0.

Was definiert für Dich die heutige Rolle des Kurators – oder welche Missverständnisse existieren um den glorifizierten Titel und die Figur des „Kurators“?
Es ist ein Wort, das sehr viel und leider oft schlecht benutzt wird. Es hat viel an Sinn verloren. Der Sinn den ich interessant finde ist der von Hans Ulrich Obrist, Elie During und Dominique Gonzales Foerster, Donation Grau in „Was ist Kuratieren?“ To curate = sich kümmern um.

An welchem Projekt arbeitest Du gerade / bist Du gerade beteiligt?
Ich arbeite am 3. Teil meines Ausstellungsprojektes im Moins Un. Dabei dreht es sich um einen atypischen Raum, der vom Künstler Renaud Perriches unterhalten wird und sich in einem unterirdischen Parkhaus in Paris befindet. Diese Art von Initiative ist sehr selten in Paris und hat den Vorteil, dass indem man seine geografische Situation vergisst ein realer Kontext geschaffen wird um auszustellen und die Werke entdecken zu können.

Das vollständige Interview mit Arlène Berceliot Courtin

Anaëlle Pirat-Taluy

Geboren 1980 in Lyon
Lebt in Grenoble

Anaëlle Pirat-Taluy hat einen Master der Université Rennes II in Kunstgeschichte sowie einen Master der Fine Art School in Grenoble. Sie hat als Produktionsbeauftrage am Le Magasin – National Contemporary Art Centre gearbeitet und war 2006 Mitbegründerin der Association pour l’Agencement des Activités et du centre d’art OUI, einer gemeinnützigen Kunstorganisation mit Sitz in Grenoble. Regelmäßig werden von ihr verfasste Beiträge veröffentlicht. Sie ist unabhängige Kuratorin und Kunstkritikerin.

Was definiert für Dich die heutige Rolle des Kurators – oder welche Missverständnisse existieren um den glorifizierten Titel und die Figur des „Kurators“?
Für mich bedeutet es ein Kurator zu sein, nicht unbedingt Ausstellungen zu machen, sondern es scheint mir, dass es vielmehr darum geht eine Vorstellung über das Schaffen zeitgenössischer Künstler zu entwickeln und eine Möglichkeit zu finden, diese Gedanken, Sichtbar und Konkret zu machen. In Bezug auf die Figur oder den „Titel“ Kurator, glaube ich nicht, man ihn verherrlichen sollte, ich denke, dass es eine Arbeit ist, die eng mit einer Leidenschaft verbunden ist, die die meiste Zeit diskret bleiben muss. Der Kurator muss sich bemühen, die Dinge hervorzuheben, Verknüpfungen herzustellen und möglicherweise ein Wort oder eine persönliche Interpretation dazu preisgeben.

An welchem Projekt arbeitest Du gerade / bist Du gerade beteiligt?
Ich arbeite zusammen mit einer Verlagsstruktur, die wir gerade in Grenoble gegründet haben, Les Éditions AAA an mehreren Publikationen, die jetzt bald erscheinen werden. Ich arbeite insbesondere an einer Gemeinschaftsausgabe über das Label Dick head man Records und an einer Monografie über den Künstler Clôde Coulpier.

Das vollständige Interview mit Anaëlle Pirat-Taluy