Archiv der Kategorie: Journal

Liberty Adrien: Berlin Art Week 2020

Liberty Adrien, in Berlin und in Paris arbeitende Kuratorin, hat für uns ihre persönlichen Empfehlungen für die Berlin Art Week 2020 zusammengestellt:

Foto: Nils Müller

Es ist wieder Art Week in Berlin, und zwar in einem ganz besonderen Klima. Angesichts der in den letzten Monaten veröffentlichten Studien und Zeugnissen gibt es keinen Zweifel an der in der Kunstwelt fortbestehenden strukturellen geschlechtsspezifischen und ethnischen Diskriminierung. Als Besucher*innen haben wir eine soziale Verantwortung, der wir uns bewusst sein müssen. Unser Schweigen wie unsere kritische Positionierung gegenüber diesen Ungleichheiten in der Repräsentation haben Einfluss auf die kuratorischen Ansätze von Institutionen, Galerien etc. und die Art und Weise, wie sie damit umgehen. Wir müssen die Angebote, die unsere Bildung wie unser Weltverständnis prägen, infrage stellen und analysieren und für eine wirkliche kulturelle Gleichheit und Vielfalt einstehen.

Meine Veranstaltungsempfehlungen während der Berlin Art Week 2020 bestehen aus ausgewählten Einzel- und Gruppenausstellungen und Performances herausragender Künstler*innen. Ob aufstrebende oder bereits etablierte Stimmen der zeitgenössischen Kunst, jede Position ist ein wertvolles Zeugnis der Vielfalt an Ausdrucksformen und künstlerischen Sprachen, Geschichten und Einflüssen, die unsere Welt stark machen.

In Berlin-Mitte :

In der Julia Stoschek Collection präsentiert die Ausstellung Party on the CAPS der marokkanischen Künstlerin Meriem Bennani eine immersive Umgebung. Die Mehrkanal-Videoinstallation mit skulpturalen Elementen zeigt einen fiktionalen Dokumentarfilm in futuristischer Ästhetik und voller technologischer Imagination. Mit ihrer Satire der „Insel der Verdammten“, auf die im Zeitalter von Teleportation „illegale“ Migrant*innen ins Exil geschickt werden, thematisiert die Künstlerin die Entwicklung der Situation über mehrere Generationen hinweg. Die Betrachter*innen werden durch einen Avatar in Form eines grünen Krokodils durch das Zukunftsszenario geführt, das mit viel Humor die Zukunft unserer Migrationspolitiken und sozialen Konstruktionen hinterfragt. Meriem Bennani setzt sich in ihrem Werk mit Machtverhältnissen, den Begriffen von Geschlecht und Identität und der Komplexität von Zugehörigkeitsgefühlen auseinander.

Meriem Bennani, Party on the CAPS, 2018, Installationsansicht, JSC Berlin. Foto: Alwin Lay, Courtesy of the artist and C L E A R I N G, New York / Brussels.

Die im PalaisPopulaire gezeigte Videoarbeit Whose Utopia? der chinesischen Künstlerin Cao Fei wird am 11. September um 11 Uhr von einem Online-Gespräch der Künstlerin mit Britta Färber, Chefkuratorin der Sammlung Deutsche Bank, begleitet. Whose Utopia? wurde 2006 in einer Glühbirnenfabrik im Pearl River Delta in China produziert und reflektiert den stetig sich beschleunigenden Gesellschaftswandel. Über mehrere Monate hinweg tauschte sich Cao Fei mit jungen Arbeiter*innen aus und ermutigte sie in Workshops dazu auf, von Utopien zu träumen und ihre Ideen in Performances direkt in der Fabrikhalle umzusetzen. Das Werk der Künstlerin setzt an der wachsenden Kluft zwischen Traditionen und Glauben, zwischen individuellen Wünschen und dem Identitätsverlust der Arbeiterklasse im modernen China an, die in Zusammenhang mit der Kultur des Massenkonsums steht.

In der ifa-Galerie Berlin zeigt Time goes by Werke der deutschen Künstlerin Rebecca Horn und des peruanischen Künstlers Antonio Paucar im Dialog. Ihre Performances, Filme und somatischen Skulpturen sind durch eine Theatralik gekennzeichnet, die in die tiefen Gefühle von Sanftheit, Brutalität und Sinnlichkeit eintaucht. Voller Emotionen öffnen die sensiblen Gedichte der Künstler*innen einen Raum zwischen Privatem, Öffentlichem und Politischem, zwischen individuellen Erfahrungen und allgemeinen Ideen. Das Institut für Auslandsbeziehungen fördert den internationalen Kunst- und Kulturaustausch in Ausstellungs-, Dialog- und Konferenzprogrammen.

Kleiner Sound, großer Sound, Katharina Grosse et Stefan Schneider (Performance),
07.02.2018, Kunsthalle Düsseldorf, Foto: Schiko

Im Hamburger Bahnhof zeigen die Künstlerin Katharina Grosse und der Musiker Stefan Schneider am Sonntag, 13. September, gemeinsam die Performance Eine kleine Bewegung, die man macht, wenn man Gänsehaut hat. Mit analogen Synthesizern führen sie im Foyer des Museums inmitten der aktuell gezeigten monumentalen Arbeit von Katharina Grosse einen musikalischen Dialog. Für ihre Einzelausstellung It Wasn’t Us hat Grosse den Innen- wie Außenbereich mit ihrer einzigartigen malerischen Schrift – freie Formen in leuchtenden Farben – bearbeitet, die wir uns nicht endend ersehnen. Tickets für die Performances um 19h30, 20h15 oder 21h00 Uhr können online reserviert werden.

In Berlin-Kreuzberg:

In There’s No Such Thing as Solid Ground im Martin-Gropius-Bau untersucht die Künstlerin Otobong Nkanga soziale und topografische Veränderungen der Umwelt, Phänomene der Vertreibung, den Begriff des Territoriums und den Wert, der den natürlichen Ressourcen innerhalb von Kulturen beigemessen wird. Ihre Werke – Zeichnungen, Installationen, immersive Soundarbeiten, Performances, Skulpturen, Videos – beinhalten stets eine performative Dimension und evozieren Emotionen zu natürlichen Räumen, Gegenständen und Artefakten, die mit dem Gedächtnis von Völkern und vergangenen Ereignissen aufgeladen sind. Otobong Nkanga untersucht diese Spuren des Menschen, die er in der Welt hinterlässt, die Verbindungen zwischen wichtigen historischen Kontexten und gegenwärtigen Wirklichkeiten sowie die Folgen der exzessiven Ausbeutung von Mineralien auf die natürlichen Ressourcen.

Otobong Nkanga, Solid Maneuvers, 2015,Installationsansicht Crumbling Through Powdery Air, Portikus, 2015, Foto: Helena Schlichting, Courtesy: Portikus

Die Galerie ChertLüdde bietet mit Rods Bent Into Bows einen wertvollen Einblick in das Werk der amerikanischen Künstlerin Rosemary Mayer. Die bildende Künstlerin und Schriftstellerin war eine wichtige Figur der New Yorker Kunstszene in den 1970er-Jahren und eine der Mitbegründerinnen der legendären kooperativen Galerie A.I.R. für Künstlerinnen. Mit ihren Textilarbeiten erkundet sie sensibel und modern das Alltägliche und Intime und untersucht Fragen nach Zeitlichkeit, Geschichte und Biografie. Eine seltene Gelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte!

In der Galerie Klemm’s widmet sich die französische Künstlerin Émilie Pitoiset mit MANIAC dem Widerstand des Körpers, seinen Bewegungen und Interaktionen. Inspiriert von den Tanzmarathons der Großen Depression von 1929 – wahre Publikumsmagneten – hebt die Künstlerin die physische Gewalt dieser Herausforderungen hervor. In der Hoffnung auf ein Preisgeld haben sich einige Paare unter den neugierigen Blicken des Publikums bis zur völligen Erschöpfung getanzt. Mit der Verknüpfung der großen Tragödien der 1980er-Jahre, die AIDS-Epidemie, den Kalten Krieg, Rassismus und die Exzesse des Kapitalismus, zeichnet Émilie Pitoiset ein Porträt, das die Übel unseres Jahrhunderts ankündigt. Ihre multimedialen Werke – Texte, Installationen, musikalische Performances und Videos – entlehnen die Ästhetik des Film Noir, der Populärkultur etc. betrachten unsere sozialen, politischen und wirtschaftlichen Strukturen aus einer kritischen Perspektive. Die Ausstellung wird von einer gleichnamigen sechsteiligen Videoserie begleitet, die vom Bureau des arts plastiques unterstützt wurde.

In Berlin-Neukölln:

Im Kindl Museum – Zentrum für zeitgenössische Kunst untersucht die südafrikanische Künstlerin Lerato Shadi mit Maru a Pula Is a Song of Happiness die Spuren von Geschichte, ihre Konservierung und Vermittlung. Die Künstlerin ist eine wichtige Stimme in der zeitgenössischen Kunst und stellt den von der Gesellschaft marginalisierten Körper als Hauptträger narrativer Erfahrung in das Zentrum ihres Werks. Ihre Arbeiten – lange, sich wiederholende und körperlich anstrengende Performances, Fotografien, Textilarbeiten, Videos usw. – widersetzen sich einer Politik der kulturellen Auslöschung und der strukturellen Ausgrenzung. Lerato Shadis zentrale Themen sind die Subjektivität historischer Erzählungen, die meist aus einer westlichen Perspektive erzählt werden, und das verbindende Moment des kollektiven Schweigens angesichts der Negierung historischer Gegebenheiten.

Im Kunstraum des Künstlerinnenduos Peles Empire erforscht die Gruppenausstellung Touch der Künstler*innen Nona Inescu, Jimmy Robert und Sung Tieu die Beziehung zwischen dem menschlichen Körper und seiner Umwelt. Das Thema geht die rumänische Künstlerin Nona Inescu aus der Perspektive der Interaktion des Menschen mit natürlichen und prähistorischen Elementen an. Auf Basis ihrer theoretischen und literarischen Forschungen unternimmt sie eine Neudefinition des Untersuchungsgegenstandes aus posthumanistischer Sicht. Der französische Künstler Jimmy Robert beschäftigt sich mit der Konstruktion und Bedingtheit von Sprache und Identität durch Geschichte, Institutionen und Gesellschaft. Seine Werke hinterfragen die Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen Bild und Sprache. Durch das Prisma der kulturellen Zugehörigkeit und des globalen Kapitalismus legt die vietnamesische Künstlerin Sung Tieu Vorstellungen von Verdrängung offen. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Interdependenz von Machtkonstruktionen, die unsere Welt und unsere Kulturen heutzutage konstituieren.

© Nona Inescu

Und wenn noch Zeit bleibt, hebe ich die Einzelausstellung Bonzo’s Dream der Künstlerin Vivian Suter im Brücke-Museum und das Videoprogramm Art in Dark Times mit Arbeiten der Künstlerinnen Jelena Jureša, Yael Bartana, Fatoş Irwen im bi’bak als weitere Höhepunkte dieser Berlin Art Week hervor. Viel Spaß bei den Besichtigungen!

Die Französin Liberty Adrien ist frei Kuratorin, Historikerin und Kunstkritikerin. Sie lebt und arbeitet in Berlin und Paris. 2015 gründete sie den Kunstraum Âme Nue in Hamburg, der sich der zeitgenössischen Kunstproduktion widmet. Für ihre Studie über die Geschichte der Werke von Künstlerinnen, die von 1791 bis heute für die nationale Kunstsammlung Frankreichs erworben wurden erhielt sie 2016 das kuratorische Forschungsstipendium des Cnap. Heute arbeitet sie weiter mit dem Cnap zusammen, um die Sichtbarkeit der Werke von Künstlerinnen aus den nationalen Kunstsammlungen Frankreichs zu fördern. Sie initiierte die Künstlerbuch- und Kunstverlagsmesse STAPLED (2018, 2019), ist Mitbegründerin der Künstlerateliers Âme Nue in Paris und der Online-Kunstbuchhandlung Liberty Matters Books (2020). Außerdem ist sie Online-Redakteurin für den Kunstbuchverlag Hatje Cantz und Kunstkritikerin für das Online-Magazin für zeitgenössische Kunst PASSE-AVANT, das sich der aufstrebenden Kunstszene widmet.

POINT DE VUE

Wir freuen uns sehr, dass Tristan Deschamps (*1992 in Beuvry) gemeinsam mit uns an einer Videoreihe zur französischen Kunstszene in Berlin arbeitet und über unsere Webseite Einblicke in seine Arbeitsprozesse geben wird. Zu den einzelnen Drehterminen wird er hier auf der Webseite tagebuchartig Notizen verfassen.

24.08.2020: Claude Eigan

© Tristan Deschamps

Montag, 24. August. Heute fand der letzte Drehtermin im Rahmen von „Point de vue“ in einem mir vertrauten Atelier statt, dem von Claude Eigan. Es liegt an der Seestraße in Wedding, nicht weit von von Daniela Macé-Rossiters Atelier. Wir haben uns intensiv über zukünftige Projekte, zwei Einzelausstellungen und eine Biennale 2021 in Athen ausgestauscht. Diese schönen Momente des Austausches mit der Kamera festzuhalten wird uns fehlen…!

© Tristan Deschamps

22.08.2020: Daniela Macé-Rossiter

© Tristan Deschamps

Samstag, 22. August. Ich kenne Danielas Atelier bereits gut und komme immer wieder gerne in die vom BBK geförderte Atelierwohnung in einem Hinterhof in Wedding im Nordwesten von Berlin. Wir verbringen dort einen sehr schönen Vormittag und sprechen über Danielas jüngste Arbeiten, ihre Zusammenarbeit mit Handwerkern in Indien und ihr Atelier.

© Tristan Deschamps

21.08.2020: Adrien Missika

© Tristan Deschamps

Freitag, 21. August. Es ist ein extrem heißer Tag. Wir treffen Adrien Missika in seinem Atelier, das an der Grenze von Kreuzberg und Neukölln liegt. Im zweiten Hinterhof eines Gebäudes entdecken wir einen ehemaligen Stall, der zu Künstlerateliers umgebaut wurde. Dort befindet sich auch Adriens Atelier, in dem wir den Vormittag verbrachten und mit dem Künstler über Kakteen, Ozeane, Dinosaurierexkremente und vieles mehr sprachen.

© Tristan Deschamps

19.07.2020: Lily Matras

© Tristan Deschamps

Sonntag, 19. Juli. Heute begleiten wir Lily Matras in ihre Wohnung, die in Mitte an der Grenze zum Wedding liegt. Wieder ein neuer Berliner Kiez. Wir treffen uns dort zum Kaffee und Lily führt uns in die Arbeiten ein, die bei ihr an den Wänden und in den Regalen zu entdecken sind. Dann zeigt sie uns eine Auswahl an Postern, die sie mit ihrem Verlag Lapin Canard herausgegeben hat. Das ist nur eines ihrer unzähligen Tätigkeitsfelder, die wir im Rahmen des Interviews noch entdecken werden…!

© Tristan Deschamps

18.07.2020: Mathias Schech

© Tristan Deschamps

Samstag, 18. Juli. Wir treffen Mathias Schech in seinem Atelier im Herzen von Neukölln, gegenüber von der Hasenheide. Im Hinterhof ehemaliger Fabriken aus Backstein befindet sich im vierten Stock sein Atelier. In den dortigen Räumlichkeiten, die Mathias mit drei anderen Künstlern teilt, findet er den nötigen Platz für seine Gemälde mit den charakteristischen Reliefstrukturen. Vielen Dank, Mathias, für dieses schöne Zusammentreffen!

© Tristan Deschamps

17.07.2020: Nadira Husain

© Tristan Deschamps

Freitag, 17. Juli. Wir verlassen Berlin nordöstlich Richtung Brandenburg. 3 km von der Stadt Falkenberg liegt das Dörfchen Cöthen, wo sich Nadiras Atelier befindet und sie ihre Werke produziert. Gleich nebenan ein Gemeinschaftsgarten mit frischem Gemüse (und natürlich Bio!), das wir zum Mittagessen verkosten durften. Die Künstlerin pendelt zwischen dem Atelier und ihrer Wohnung in Berlin, in der ein Großteil ihrer Bibliothek steht, der für ihre Recherchearbeiten und Termine mit ihrer Berliner Galerie PSM wichtig ist. Vielen Dank, Nadira, für diesen schönen Vormittag!

© Tristan Deschamps

10.07.2020: Aude Pariset

© Tristan Deschamps

Freitag, 10. Juli. Unser Treffen mit Aude Pariset startet bei ihrer aktuellen Präsentation Émissions nocturnes in dem als Ausstellungsraum genutzten Pavillon LVX neben der Volksbühne im Herzen von Berlin-Mitte. Anschließend sind wir weiter zu ihr nach Hause, wo sie zum Teil auch ihrer künstlerischen Recherchen macht, und haben uns über ihre Kunstpraxis unterhalten. Vielen Dank, Aude, für diesen schönen Vormittag!

© Tristan Deschamps

07.07.2020: Kévin Blinderman

© Tristan Deschamps

Dienstag, 7. Juli. Wir haben gerade mit den Dreharbeiten zur Serie „Point de vue“ begonnen und porträtieren dafür den jungen Künstler Kévin Blinderman. Wir treffen ihn in der Galerie XC.HuA im Berliner „Galerien-Viertel“ rund um die Potsdamer Straße. Kévin war dort einer der ausgestellten Künstler*innen in der Gruppenausstellung A Year Without the Southern Sun, die kürzlich zu Ende ging. Mit seiner Teilnahme am Berlin Program For Artists und weiteren Projekten wird die Beziehung zwischen dem Künstler und Berlin weiter wachsen und wir sind gespannt darauf!

© Tristan Deschamps

26 × Bauhaus

100 Jahre Bauhaus: Das Bauhaus im französischen Kontext

(c) E + K

Zum 100-jährigen Bestehen des Bauhauses findet 2019 auf Initiative des Bureau des arts plastiques des Institut français Deutschland eine Wanderausstellung rund um das Erbe dieser Kunstbewegung und dessen Verbindungen zu Frankreich und zur Gegenwartskunst statt. Die Ausstellung wird über das Jahr in verschiedenen Instituts français in Deutschland präsentiert.

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PAVILLON FRANÇAIS NORDART: SOME OF US

 SOME OF US
Französischer Pavillon bei der « NORDART »
kuratiert von Jérôme Cotinet-Alphaize in Zusammenarbeit mit Marianne Derrien

Virginie Barré, Le rêve géométrique, 2017, film, couleur, sonore, Production : 36secondes/Patrice Goasduff, © Adagp, Paris, 2019

FOCUS : Laëtitia Badaut Haussmann, Julie Béna, Tiphaine Calmettes, Chloé Dugit-Gros, Elsa & Johanna, Sara Favriau, Florentine Ferruel, Aurélie & Guédon, Lola Gonzàlez, Katia Kaméli, Anne Le Trote, Camille Llobet, Marianne Mispelaëre, Eva Nielsen, Aurélie Pétrel, Emilie Pitoiset, Justine Pluvinage, Eva Taulois, Sarah Tritz, Marion Verboom, Léonie Young

Im Rahmen der internationalen Ausstellung NordArt wurde Jérôme Cotinet Alphaize als Kurator eingeladen, den diesjährigen französischen Pavillon zu kuratieren. Im Rahmen des Programms JEUNES COMMISSAIRES wurde Marianne Derrien ausgewählt, als Assistenzkuratorin mitzuarbeiten. Weiterlesen

Nikola Dietrich teilt ihre Eindrücke von Paris mit uns

Dieses Jahr wurde Nikola Dietrich, Direktorin des Kölnischen Kunstverein, gemeinsam mit 14 weiteren internationalen Kurator*innen zum FOCUS-Programm während der FIAC nach Paris eingeladen. Nun teilt sie mit uns ihre Erfahrungen während des Aufenthalts in der französischen Hauptstadt. 

(c) Nikola Dietrich

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Berlin Art Week vom 13. bis zum 17. September 2017

Empfehlungen von Valérie Chartrain, freie Kuratorin in Berlin

Nadira Husain, Milky Way, Tempera auf Ikat-Stoff, 204 × 138 cm, Courtesy die Künstlerin

Nadira Husain, Milky Way, Tempera auf Ikat-Stoff, 204 × 138 cm, Courtesy die Künstlerin

Ich gebe zu, ich freue mich über die alljährliche Wiederkehr der Berlin Art Week, die nun bereits in ihr sechstes Jahr geht. Es gibt nur wenig andere europäische Hauptstädte, die sich so intensiv den diversen künstlerischen Richtungen – Tanz, Musik, Theater usw. – widmet. Die Berlin Art Week steht eine Woche lang für eine Stadt im Rhythmus der zeitgenössischen Kunst. Dieses Jahr macht die traditionelle Messe abc, neben Positions, der neuen Art Berlin Platz. Und dieses neue Berlin zieht mich sogar noch mehr an.

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Fünf Ausstellungstipps in Paris diese Sommer

Die Empfehlungen von Lynhan Balatbat, Kuratorin in SAVVY Contemporary Berlin

Lynhan Balatbat

Allen voran sei erwähnt, dass sechs Tage in einer Metropole wie Paris nicht annähernd Zeit genug sind, um einen umfassenden Einblick in die vielfältige und vielschichtige Kunst- und Kulturszene zu erlangen. Im Rahmen des dichten Programms der FOCUS bildenden Kunst Woche von Institut français (Einladung von internationalen Kuratoren) wurden sehr spannende und zukunftsweisende Projekte präsentiert. Hier eine kurze Zusammenfassung meiner persönlichen Favoriten:

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Thibaut de Ruyters Tipps zum berliner “Gallery Weekend 2017”

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Das “Gallery Weekend” Berlin ist in den letzten zwölf Jahren zu einem wahren Kunst-Highlight und einer interessanten Alternative zu den traditionellen Messen zeitgenössischer Kunst geworden. Für die deutsche Hauptstadt, der es nie wirklich gelungen ist, ihren Platz in der Welt der bedeutenden internationalen Kunstmessen zu finden, ist die Tatsache, dass über 50 Galerien sich für ein Wochenende (28.-30. April 2017) zusammenschließen, um ihre Ausstellungen zu präsentieren und gemeinsam den künstlerischen Reichtum dieser Stadt zu feiern, eine wunderbare Alternative.

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IN EXTENSO – Boiler Room

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Das Kuratieren im Zeitalter von Nomadismus und Dematerialisierung

Fondation d’entreprise Ricard, Paris
Montag 13. April 2015 14:30 – 18:00 Uhr
Freier Eintritt

Die Fondation d’entreprise Ricard lädt am 13. April das interdisziplinäre Projekt  In Extenso ein. Vom Bureau des arts plastiques et de l’architecture und dem Deutschen Architektur Zentrum (DAZ) auf den Weg gebracht,  gibt das Projekt  in seiner zweiten Phase den Kuratorinnen Agnès Violeau, Karima Boudou und Céline Poulin die Möglichkeit gemeinsam mit den geladenen Referenten und dem Publikum die aktuellen Praktiken des Kuratierens zu erforschen.

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ZEHN SEHENSWERTE AUSSTELLUNGEN IN FRANKREICH 2015 VON MEHDI BRIT

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Mehdi Brit ist Ausstellungskurator und Kunsthistoriker, Spezialist der Performancekunst und ihrer zeitgenössischen Ausprägungen. Er ist als Chefredakteur der Revue Diapo tätig, arbeitet als mitverantwortlicher Kurator bei der Foire International d’Art Contemporain (In Process), bei Silencio (A Rebours) und für das Festival International d’art de Toulouse (L’Eveil du Printemps).

Er bietet uns eine Auswahl von zehn Ausstellungen, die 2015 keinesfalls zu verpassen sind, an.

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WORKSHOP: PUBLIC SPACE

Workshop In Extenso – Erweitert: Public Space, 27. November 2014 im Deutschen Architektur Zentrum, mit:

– Yildiz Aslandogan, Architektin
– Fabien Bidaut, Architekt
– Alicia Frankovich, Künstlerin
– Judith Lavagna, Kuratorin
– Aude Pariset, Künstlerin
– Joanne Pouzenc, Architektin
– Cailen Pybus, Architekt
– Tanya Ostojic, Künstlerin
– Vanessa Safavi, Künstlerin
– Cathy Larqué, Leiterin des Bureau des arts plastiques
– Matthias Böttger, Kurator im Deutschen Architektur Zentrum

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Marc Bembekoff: Gespräch mit Renaud Auguste-Dormeuil

Collage: Renaud Auguste-Dormeuil, Sans Titre

Collage: Renaud Auguste-Dormeuil, Sans Titre

In seiner postkonzeptuellen künstlerischen Arbeit hinterfragt Renaud  Auguste-Dormeuil die  Paradoxien von Bildern  und  dekonstruiert durch  Medien  vermittelte Stereotypen. Unablässig stellt  er die mediale Bildproduktion und  die unterschwellig transportierten politischen Inhalte  in Frage. Weiterlesen

In Extenso – Erweitert: Public space

Im Rahmen des Projekts In Extenso – Erweitert hat die Kuratorin Céline Poulin den Künstler Jean-Pascal Flavien und der Architekt Markus Miessen zu einer öffentlichen Diskussion am Y-Table des Deutsches Architektur Zentrum eingeladen, um das Thema „Public Space“ zu besprechen.

Céline Poulin © Jana Nowack

Céline Poulin © Jana Nowack

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ARTE CREATIVE – INTERVIEW MIT CÉLINE POULIN

“Ich interessiere mich für Kunst, die verstört”

In einem Interview mit Arte Creative erzählt Céline Poulin über Ihre Arbeit als Kuratorin und über das Projekt In Extenso – Erweitert.

CelinePoulin_1_CreditMarlenMueller© Marlen Müller

Für das dritte Treffen von In Extenso – Erweitert zum Thema Public Space, lädt Céline Poulin am 27. November den Architekt Markus Miessen und den Künstler Jean-Pascal Flavien an den Y-Tisch des DAZ. Gemeinsam werden sie sich den Fragen nähern, welche Wechselwirkung besteht zwischen dem Kunstwerk oder der Architektur und der Vielzahl an Stimmen, die den öffentlichen Raum konstruieren? Wie beeinflusst diese sprachliche Ebene die Beziehung zwischen Künstler, Architekt und der mitwirkenden Öffentlichkeit?  Und welchen Einfluss hat er auf die Akteure selbst?

 

In Extenso – Erweitert #3: öffentliche Diskussion am Donnerstag, 27. November um 19 Uhr

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Im Rahmen von “In Extenso – Erweitert” spricht die Kuratorin Céline Poulin am Y-Table im DAZ mit dem Künstler Jean-Pascal Flavien und dem Architekten Markus Miessen, deren Arbeiten sich an der Grenze von Kunst und Architektur bewegen, über die Zusammenhänge zwischen Sprache und der Konstitution von Raum. Welche Wechselwirkung besteht zwischen dem Kunstwerk oder der Architektur und der Vielzahl an Stimmen, die den öffentlichen Raum konstruieren? Wie beeinflusst dieser diskursive Kontext die Beziehung zwischen Künstler, Architekt und der mitwirkenden Öffentlichkeit? Und welchen Einfluss hat er auf die Akteure selbst?

Künstlerische Leitung: Marc Bembekoff (Freier Kurator), Matthias Böttger (DAZ), Cathy Larqué (Bureau des arts plastiques, Institut français)

Workshop: Social Context

David Hammons, Shoe Tree, 1981

David Hammons, Shoe Tree, 1981

Workshop In Extenso – Erweitert : Sozialer Kontext, 25. September 2014 im Deutschen Architektur Zentrum, mit:

– Karima Boudou, Kuratorin
– Jörg Stollmann, Architekt und Professor
– Bani Abidi, Künstlerin
– Cathy Larqué, Leiterin des Bureau des arts plastiques
– Matthias Böttger, Kurator im Deutschen Architektur Zentrum

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Acht Tipps zur FIAC 2014 von Mouna Mekouar

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Am 23. Oktober öffnet die Kunstmesse FIAC in Paris. Zwischen der Eröffnung der Fondation Louis Vuitton und des Musée Picasso, wird diese Woche reich  an künstlerischen Entdeckungen sein. Mouna Mekouar ist Doktorantin im Bereich Kunstgeschichte und Kuratorin beim Palais de Tokyo seit 2012. Sie hat als Kuratorin an der Vorbereitung der Ausstellung „Formes Simples“ teilgenommen, die bis November im Centre Pompidou-Metz stattfindet. Für Jeunes Commissaires,  verrät Mouna Mekouar acht Tipps zur FIAC.

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Zehn Ausstellungstipps zum europäischen Monat der Fotografie von Sabine Weier

Sabine Weier

Sabine Weier ist freie Autorin und Kuratorin. Während des 6. Europäischen Monats der Fotografie zeigt das Polnische Institut Berlin die von ihr kuratierte Ausstellung „Stocznia/Shipyard“  mit Arbeiten des Dokumentarfotografen Michał Szlaga. Insgesamt 130 Fotografie-Ausstellungen sind zwischen dem 16. Oktober und dem 16. November 2014 in Berlin zu sehen. Für Jeunes Commissaires hat Sabine Weier zehn Tipps zusammengestellt.

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In Extenso – Erweitert: SOZIALER KONTEXT

Im Rahmen des Projekts In Extenso – Erweitert hat die Kuratorin Karima Boudou den Künstler Jimmie Durham und die Architektin Laurence Kimmel zu einer öffentlichen Diskussion am Y-Table des Deutsches Architektur Zentrum eingeladen, um das Thema „Social context“ zu besprechen.

© Gerhard Haug

Karima Boudou  © Gerhard Haug

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Arte Creative: Interview mit Karima Boudou

“Neue Kuratoren braucht das Land Neue Kuratoren braucht das Land: Das deutsch-französische Programm fördert den Nachwuchs”

In einem Interview mit ARTE Creative erzählt Karima Boudou über ihre Arbeit als Kuratorin und über das Projekt In Extenso – Erweitert.

© Marlen Müller

© Marlen Müller

Für das zweite Treffen von In Extenso – Erweitert zum Thema Social Context, lädt Karima Boudou am 25. September den Künstler, Dichter und Schriftsteller Jimmie Durham und die Architektin Laurence Kimmel an den Y-Tisch des DAZ. Gemeinsam werden sie sich den Fragen nähern, wie soziale und politische Prozesse unsere Beziehung zur Umwelt definieren, wie Ästhetik und Architektur darauf reagieren können und wie dies die Idee von uns selbst beeinflusst.

Young Curators Workshop – 8. Berlin Biennale

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Zum fünften Mal lud die Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst junge Kuratorinnen und Kuratoren zu einem Workshop ein, um Ideen auszutauschen und Fragen des kuratorischen Diskurses wie auch der kuratorischen Praxis zu diskutieren.

Unter dem Titel The Exhibition: Metamorphosis of a Concept entwickelt María Inés Rodríguez ein  Programm – ausgehend von der Annahme, dass sich mit den Weltausstellungen im  späten 19. Jahrhundert das Format der Ausstellung als autonomer Entität etabliert hat. In diesem Jahr treffen bei dem zehntätigen Programm dreizehn Jungkuratorinnen und Jungkuratoren aus elf verschiedenen Ländern auf eine Reihe von Gästen, darunter Kuratoren und Kuratorinnen, aber auch Experten aus anderen Disziplinen.

Jeunes Commissaires ermöglichte die Teilnahme der französischen Jungkuratorinnen  Mélanie Mermod und Barbara Sirieix  am Young Curators Workshop der 8. Berlin Biennale.

Interview mit Agnès Violeau

Heute startet “In Extenso – Erweitert”: Die Kuratorin Agnès Violeau wird sich gemeinsam mit der Autorin und Philosophin Léa Gauthier sowie dem Künstler Christian Jankowski dem Thema “Performance” nähern. In Vorbereitung auf die Diskussionsrunde am Y-table des Deutschen Architektur Zentrums DAZ haben wir mit Agnès ein Interview geführt, das nicht nur Einblicke in ihre Definition von Performance und ihr kuratorisches Selbstverständnis gibt: Weiterlesen

Zehn Ausstellungstipps für 2014 von Julienne Lorz und Anna Schneider

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Julienne Lorz und Anna Schneider arbeiten derzeit am  neuen Ausstellungsformat  Capsule Exhibitions  im Haus der Kunst. Die Künstler Mohamed Bourouissa und Tilo Schulz  werden diese im Oktober 2014 mit je einer konzentrierten Präsentation eröffnen. Die Capsule Exhibitions zeigen junge, internationale Positionen mit jeweils neuen Arbeiten.

Wir freuen uns, dass sie ihre Ausstellungstipps mit uns teilen.

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Marlène Perronet © Frank Kleinbach

Interview mit Marlène Perronet

Du hast ein Jahr an der Akademie Schloss Solitude Stuttgart im Rahmen einer Kunstkoordinationsresidenz, die vom Programm Jeunes Commissaires des Institut français unterstützt wird, verbracht. Was konntest Du aus dieser Erfahrung mitnehmen?
Die Momente, die ich mit den Residenten und dem Team der Akademie Schloss Solitude geteilt habe, haben mir gewaltig viel gegeben. Die Zusammenarbeit mit ihnen hat meine Kenntnisse im Bereich Management internationaler Projekte erweitert.

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Zehn Paris Tipps zur Fiac von Anissa Touati und Maud Lourau

Anissa Touati Maud Lourau

Am 23. Oktober öffnet die Kunstmesse Fiac in Paris. Museen, Kunstvereine, Projekträume und Stiftungen zeigen jetzt die Höhepunkte aus ihrem Jahresprogramm.  Drei Pariser Kuratoren nennen für JEUNES COMMISSAIRES ihre zehn Top-Ausstellungen und Locations während der Kunstwoche: Der zweite Teil mit Tipps von Maud Lourau und Anissa Touati. Weiterlesen

Fiac 23. – 27.10.2013, PARIS

Vom 23. bis zum 27. Oktober öffnet die Kunstmesse Fiac in Paris ihre Pforten. Museen, Kunstvereine, Projekträume und Stiftungen zeigen parallel dazu die Höhepunkte aus ihrem Jahresprogramm. Für JEUNES COMMISSAIRES haben drei Pariser Kuratoren ihre zehn Top-Ausstellungen und Locations verraten: Maud Lourau und Anissa Touati sowie Marc Bembekoff.

 

Zehn Paris-Tipps von Marc Bembekoff zur Fiac

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Am 23. Oktober öffnet die Kunstmesse Fiac in Paris. Museen, Kunstvereine, Projekträume und Stiftungen zeigen jetzt die Höhepunkte aus ihrem Jahresprogramm. Drei Pariser Kuratoren nennen ihre zehn Top-Ausstellungen und Locations während der Kunstwoche. Heute ist das der freie Kurator Marc Bembekoff. Weiterlesen

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Interview mit Jeanne Dreyfus-Daboussy

Was für Erwartungen haben Sie an den Workshop “Jeunes Commissaires” in dieser Woche?
Mir geht es um Begegnungen. Ich nutze den Workshop, um die Berliner Kunstszene zu entdecken und mich von ihrer Dynamik anstecken zu lassen und mich in einer offenen Reflexion über Ausstellungsfragen auszutauschen.

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Interview mit Shanaynay

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The Institut français / Bureau des Arts plastiques, partner of this year’s abc art berlin contemporary, enables the participation of French project spaces in the context of JEUNES COMMISSAIRES. Invited by abc director, Maike Cruse, the collective Shanaynay will curate a program spanning 15 project spaces, including the French Treize and Bétonsalon at UPCOMING EXHIBITIONS – a temporary format, which will reflect on its own terms of exhibiting, to be presented at abc. Read the interview with them by Cathy Larqué:
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Interview mit Anaëlle Pirat-Taluy

Wie hat Ihre Ausbildung als Künstlerin Ihre berufliche Laufbahn beeinflusst?
Während meines Studiums der Bildenden Künste habe ich fast keine Werke geschaffen. Meine Diplomprüfung bestand aus einer Konferenz mit Dokumenten zu nie realisierten Arbeiten. Ich habe mich als Kunstkritikerin präsentiert und habe über meine künstlerische Arbeit gesprochen, als wäre es die eines anderen.

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Interview mit Karima Boudou

An welchem Punkt Ihrer Laufbahn kam der Gedanke an “Konservierung” auf?
Ich habe ein klassisches Studium der Kunstgeschichte absolviert. Während meines Masters in Konservierung, in Rennes, begegnete mir dann dieses Vokabular, also in einem sehr akademischen Umfeld.

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Unsere Stickerbögen sind angekommen!

Ab morgen könnt ihr auf der abc art berlin contemporary damit zum JEUNE COMMISSAIRE werden! Außerdem liegen die Flyer auch im KW Institute for Contemporary Art, dem n.b.k. Neuer Berliner Kunstverein, der Bibliothekswohnung, bei Archive Books sowie im Hamburger Bahnhof  und der Neuen Nationalgalerie aus.

Interview mit Fabienne Bideaud

“Curating is the new criticism”?
Ich würde eher sagen, dass Kuratieren eine neue Form des Ausdrucks und des Experimentierens ist, mit der man viele Ideen beeinflussen kann. Wir müssen jedoch aufpassen, wie wir diese dann verwenden. Weiterlesen

Interview mit Arlène Berceliot Courtin

Wenn man das Wort “Kuratieren” im Sinne des englischen “to care” versteht, worum kümmern Sie sich dann im Moment?
Ich kümmere mich in erster Linie um die Künstler. Für mich besteht die Aufgabe des Kurators / der Kuratorin vor allem darin, Sorge zu tragen. Konkret bedeutet das viele Gespräche und anschließend die Umsetzung des Gesagten. D.h. dafür zu sorgen, dass man das richtige Format findet, damit die Ideen des Künstlers Form annehmen können.

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Was ist eigentlich ein Kurator? Commissaire ou curateur? Am I a curator?

Nicht nur, dass wir uns diese und andere Fragen stellen, auch und vor allem interessiert uns: Wer steckt heutzutage eigentlich dahinter – hinter der Bezeichnung „Kurator“. Wer sind die „Curators“, die gegenwärtig den Diskurs des Kuratorischen bestimmen? Wie bringen sie ihr Wirken in der internationalen Kunstwelt zum Ausdruck.
Herzlich Willkommen im Journal von JEUNES COMMISSAIRES – einem Programm des Institut français / Bureau des arts plastiques, welches in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und dem französischen Ministerium für Kultur und Kommunikation, neue Wege der Unterstützung für junge Kuratoren in Deutschland und Frankreich einschlägt. Weiterlesen