Lila Torquéo

Lila Torquéo (1994) ist eine unabhängige Kuratorin und Autorin, die in Paris und Brüssel lebt. Ihre Arbeit nimmt in Ausstellungen, Editionen und Modellen Gestalt an. Kürzlich kuratierte sie The Airbag generation bei Medusa (Brüssel), das sich mit den erotischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Haut rund um die Figur Lolo Ferraris befasste. Sie interessiert sich für die intimen und politischen Dimensionen von häuslichen und fleischlichen Architekturen, die im Mittelpunkt der Ausstellung CRÛ im Palais des Beaux-Arts in Paris stehen. Sie hat sich in den Geist der bürgerlichen Bohème der Cité Montmartre (Paris) eingemischt, wo sie mehrere Ausstellungen kuratiert hat, darunter La Fondation Giacobetti, eine Miniaturinstitution, in der die Ausstellung von Nastassia Kotava und Darya Danilovitch stattfand. In der Ausstellung Attaches parisiennes pour poignée de porte machte sie das Puppenhaus zu einer Methode, um die Räume der Villa Belleville (Paris) und die Verbindungen der dort ansässigen Künstlerinnen und Künstler neu zu überdenken. Ihr Interesse an der Verwendung von Wiederaneignung in künstlerischen und militanten Praktiken fließt in die Ausstellung/Edition ein, die sie gemeinsam mit Lou Ferrand während ihres Aufenthalts an den Beaux-Arts in Paris in Zusammenarbeit mit Act Up-Paris und der Académie Gay & Lesbienne kuratiert hat. Zusammen mit Lou Ferrand war sie Gastrednerin im Seminar von Clara Schulmann (Beaux-Arts de Paris) über die Werke von Kathy Acker und Mélanie Matranga sowie von Vincent Romagny (École Nationale Supérieure des Beaux-Arts de Lyon), um über das ausgestellte Archiv zu diskutieren. Sie bereitet die Ausstellung der Absolventen/-innen der École Supérieure des Beaux-Arts de Montpellier vor. Lila Torquéo schreibt regelmäßig für Galerien, Künstler und Zeitschriften, darunter CRITIQUE D’ART. Sie arbeitete drei Jahre lang für das Kollektiv Art Session in der Programmabteilung des Centre Pompidou (Paris).